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Unzeitgemäße Betrachtungen. Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben

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Unzeitgemäße Betrachtungen. Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben

De : Friedrich Nietzsche
Lu par : Axel Grube
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Aus der Kritik des "historischen Zeitalters" entwickelt Nietzsche das Modell, die Diätetik eines Ausgleichs, einer Balance zwischen Erinnerung, Vorausschau und einer unbelasteten Gegenwärtigkeit. Weiterhin sucht er im historischen Bewußtsein selbst einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Haltungen einer ›monumentalischen‹, ›antiquarischen‹ und ›kritischen‹ Art der Historie.

Es ist eine Lust, die – durchaus auch auch auf sich selbst bezogene – Kritik in der Sprache Nietzsches zu vernehmen: "Wir sind ohne Bildung, noch mehr, wir sind zum Leben, zum richtigen und einfachen Sehen und Hören, zum glücklichen Ergreifen des Nächsten und Natürlichen verdorben und haben bis jetzt noch nicht einmal das Fundament einer Cultur, weil wir selbst noch nicht davon überzeugt sind, ein wahrhaftiges Leben in uns zu haben. Zerbröckelt und auseinandergefallen, im Ganzen in ein Inneres und ein Aeusseres halb mechanisch zerlegt, mit Begriffen wie mit Drachenzähnen übersäet, Begriffs-Drachen erzeugend, dazu an der Krankheit der Worte leidend und ohne Vertrauen zu jeder eigenen Empfindung, die noch nicht mit Worten abgestempelt ist: als eine solche unlebendige und doch unheimlich regsame Begriffs- und Wortfabrik habe ich vielleicht noch das Recht von mir zu sagen cogito ergo sum, nicht aber vivo ergo cogito. Das leere "Sein", nicht das volle und grüne "Leben" ist mir gewährleistet; meine ursprüngliche Empfindung verbürgt mir nur, daß ich ein denkendes, nicht dass ich ein lebendiges Wesen bin. Schenkt mir erst Leben, dann will ich euch auch eine Cultur daraus schaffen!"

Nach seinem Maß der Vitalität, des "grünen Lebens" und dem "Wert der Instinkte", betrachtet es Nietzsche gleichwohl als eine erstrebenswerte Stärke, in Bezug auf eine Kultur und Bildung so weit wie möglich auszugreifen, in der Zeit aber auch im Interesse und der Offenheit für zunächst Fremdes, um in "plastischer Kraft" es anzuverwandeln fähig zu sein.

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Es ist eine Lust, die – durchaus auch auch auf sich selbst bezogene – Kritik in der Sprache Nietzsches zu vernehmen: "Wir sind ohne Bildung, noch mehr, wir sind zum Leben, zum richtigen und einfachen Sehen und Hören, zum glücklichen Ergreifen des Nächsten und Natürlichen verdorben und haben bis jetzt noch nicht einmal das Fundament einer Cultur, weil wir selbst noch nicht davon überzeugt sind, ein wahrhaftiges Leben in uns zu haben. Zerbröckelt und auseinandergefallen, im Ganzen in ein Inneres und ein Aeusseres halb mechanisch zerlegt, mit Begriffen wie mit Drachenzähnen übersäet, Begriffs-Drachen erzeugend, dazu an der Krankheit der Worte leidend und ohne Vertrauen zu jeder eigenen Empfindung, die noch nicht mit Worten abgestempelt ist: als eine solche unlebendige und doch unheimlich regsame Begriffs- und Wortfabrik habe ich vielleicht noch das Recht von mir zu sagen cogito ergo sum, nicht aber vivo ergo cogito. Das leere "Sein", nicht das volle und grüne "Leben" ist mir gewährleistet; meine ursprüngliche Empfindung verbürgt mir nur, daß ich ein denkendes, nicht dass ich ein lebendiges Wesen bin. Schenkt mir erst Leben, dann will ich euch auch eine Cultur daraus schaffen!"

Nach seinem Maß der Vitalität, des "grünen Lebens" und dem "Wert der Instinkte", betrachtet es Nietzsche gleichwohl als eine erstrebenswerte Stärke, in Bezug auf eine Kultur und Bildung so weit wie möglich auszugreifen, in der Zeit aber auch im Interesse und der Offenheit für zunächst Fremdes, um in "plastischer Kraft" es anzuverwandeln fähig zu sein.

©2023 onomato verlag (P)2023 onomato verlag
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